04.03.2026 | Florian Beck
Was passiert, wenn zwei Trainer, ein Terminal und ein KI-Agent in denselben Trainingsraum kommen?
- Agile Organisation
Was passiert, wenn zwei Trainer, ein Terminal und ein KI-Agent in denselben Trainingsraum kommen? Genau das wollen Jonathan Pusinelli und ich am 16. und 17. April in Wiesbaden herausfinden – mit der ersten AI-Native Foundations mit Fokus auf Entwickler.
Was passiert, wenn zwei Trainer, ein Terminal und ein KI-Agent in denselben Trainingsraum kommen? Genau das wollen Jonathan Pusinelli und ich am 16. und 17. April in Wiesbaden herausfinden – mit der ersten AI-Native Foundations mit Fokus auf Entwickler.
Aber der Reihe nach.
Ein Abend, der alles verändert hat
Wer beim ersten deutschsprachigen AI-Native Foundations Training im November 2025 dabei war, erinnert sich: Jonathan Pusinelli hatte uns zu einem Abendevent bei der Seibert Group eingeladen – und unter dem Titel „AI Agents in der Praxis!“ eindrucksvoll demonstriert, wie nah Zukunft und Realität in der Anwendung von Agentic AI bereits beieinanderliegen.
Der Raum war elektrisiert. Nicht weil das Gezeigte besonders abstrakt oder komplex gewesen wäre – sondern weil es so konkret, so nah, so unmittelbar anwendbar wirkte. KI-Agenten, die eigenständig agieren, Code lesen, Aufgaben übernehmen, Entscheidungen vorbereiten. Für viele Teilnehmende war es der erste Moment, in dem „Agentic AI“ nicht mehr nach Zukunftsmusik klang, sondern nach morgen früh.
Das hat mich nicht losgelassen.
Das Fundament: Was das AI-Native Foundations Training leistet
Seit dem ersten deutschsprachigen Durchlauf im November 2025 wissen wir: Das Konzept funktioniert. Das AI-Native Foundations Training befähigt, inspiriert und schafft – das war mein Fazit nach der Premiere – eine gemeinsame Sprache sowie ein gemeinsames Verständnis für den produktiven Umgang mit künstlicher Intelligenz.
In zwei intensiven Tagen vermittelt das Training ausreichend Tiefe, um zentrale KI-Praktiken wirklich zu verstehen, und genügend Breite, um das Gesamtbild zu behalten. Vom EDGE™-Ansatz über KI-Basiswissen (LLMs, Prompting, RAG, intelligente Agenten) bis hin zu den sieben AI-Native Erfolgsfaktoren – das Programm von Scaled Agile, Inc. übersetzt, was wir aus agilen Transformationen kennen, in den Kontext der künstlichen Intelligenz.
„AI Literacy ist nicht mehr ‘nice to have’, sondern essentiell für moderne Teamarbeit. Besonders wertvoll war die Arbeit an eigenen Use Cases: Jede:r Teilnehmende brachte eine reale Herausforderung aus dem eigenen Umfeld mit – und ging mit einem konkreten, KI-gestützten Lösungsansatz nach Hause.“
Was mich dabei besonders begeistert: AI-Native ist kein IT-Thema. Es ist eine Denk- und Arbeitsweise, die alle betrifft. So wie Agilität einst den Brückenschlag zwischen Business und Delivery ermöglichte, schafft das AI-Native-Programm den Brückenschlag zwischen Technologie und Wertschöpfung im KI-Zeitalter.
Warum eine Developer Edition?
In vielen Organisationen, die ich begleite, sehe ich dasselbe Muster: Entwicklungsteams hören von KI-gestütztem Coding, experimentieren vielleicht mit ersten Tools, schreiben erste Prompts – und bleiben dann irgendwie stecken. Nicht weil die Werkzeuge fehlen. Sondern weil das Verständnis für den eigentlichen Paradigmenwechsel fehlt.
Es geht nicht mehr darum, Prompts zu schreiben. Es geht darum, Agenten zu steuern.
Gemeinsam mit Jonathan Pusinelli habe ich deshalb das bewährte AI-Native Foundations Training um zwei dedizierte Developer-Sessions erweitert. Sie setzen genau dort an, wo der Abend im November so viele Funken gezündet hat: bei der praktischen Anwendung von Agentic AI in der Softwareentwicklung.
Das Standard-AI-Native Foundations Training liefert die ausreichende Breite, die zwei Developer-Sessions die nötige Tiefe. Das stärkt die Business-Perspektive der Entwickler:innen und bildet eine gute Absprungbasis für das eigene Ausprobieren in der Praxis.
Die zwei zusätzlichen Sessions
Session 1: Was ist Agentic Coding – und warum jetzt?
Der erste Block schafft Orientierung. Wir zeigen per Live-Demo, was KI-Agenten heute wirklich leisten können – direkt im Terminal, hands-on, ohne Hochglanz-Präsentation. Im Mittelpunkt steht der Paradigmenwechsel: weg vom isolierten Prompt, hin zum Agenten, der Code liest, schreibt, testet – und dabei eigenständig denkt. Raum für Reflexion und offene Fragen ist ausdrücklich Teil des Formats.
Session 2: Agenten bauen, steuern und im Team einsetzen
Im zweiten Block geht es um die Anwendung: Wie konfiguriert man Agenten sinnvoll? Welche Patterns haben sich in der Praxis bewährt? Wie integriert man Agentic Coding in bestehende Workflows und Teams? Eine strukturierte Challenge bringt das Gelernte in die Praxis – gefolgt von einem Ausblick auf das, was als nächstes kommt.
Gearbeitet wird mit OpenCode – einem Open-Source-Tool, das kostenlose Modelle direkt out of the box mitbringt. Wer eigene API-Keys mitbringt, kann darüber hinaus erleben, wie professionelle Agenten wie Claude Code den Entwicklungsalltag bereits heute grundlegend verändern.
Mitbringen: Eigener Laptop mit Terminal-Zugang und Node.js. API-Keys optional.
Für wen ist das?
Ganz klar: für Entwickler:innen, die KI-gestützte Entwicklung nicht mehr nur vom Hörensagen kennen wollen. Die den Schritt von „Ich habe davon gehört“ zu „Ich wende es an“ wirklich gehen möchten.
Das Training ist offen für Entwickler:innen aller Erfahrungsstufen. Vorwissen in KI oder Agentic Coding ist nicht notwendig. Was zählt, ist die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen.
Mein Fazit – bevor es losgeht
Das erste deutschsprachige AI-Native Foundations Training war mehr als eine Premiere – es war ein Startschuss. Die Developer Edition ist das nächste Kapitel. Eines, das Entwicklungsteams dort abholt, wo der eigentliche Hebel liegt: nicht beim Verständnis von KI als Technologie, sondern beim Verständnis von KI als Arbeitsweise.
Ich freue mich auf den 16. und 17. April in Wiesbaden – und darauf, gemeinsam mit Jonathan zu erleben, was entsteht, wenn zwei Trainer, ein Terminal und ein KI-Agent in denselben Trainingsraum kommen.
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